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Rückschau

Thüringisch - Sächsischer - Osterpfad (Text 2010)

Das ehemalige westsächsische und ostthüringische Bergbaugebiet wurde mit der Wende geschlossen. Ein umfangreiches Sanierungsprogramm
versetzt die Landschaft in den ursprünglichen schönen Zustand. Rührige Frauen überlegten, wie die Lebendigkeit der Region wieder hergestellt
werden kann. Bei einer Familienfeier (2000) entstand die Idee das Osterfest zu nutzen, um Besucher in die Region Ostthüringen und Westsachsen zu locken. Frauen aus Niederalbertsdorf begannen zügig mit der Osterausstellung. Berga / Elster kam hinzu. Gemeinsam wurden Aktivitäten entwickelt, welche weitere Interessenten anlockte. So entstand 2010 die Idee den "Thüringisch - Sächsischen - Osterpfad" zu gründen.
Alle Standorte können sie auch mit Rucksack, Hut und Wanderstock erkunden. Neben dem Osterpfad gibt es vielfältige Möglichkeiten,
liebevoll hergerichtete Heimatstuben in den Dörfern oder das schöne Elstertal um Berga/Elster bis ins sächsische Vogtland hinein
zu erkunden. 2015 wird der Ostergarten Bahnhofstraße 27 neu gestaltet, der Basar vergrößert und unsere Gaststätten nach und nach mit Osterschmuck ausgestattet. Im Heimatmuseum werden unsere besonderen "Schmuckstücke" ausgestellt.

Das Ostergedicht einer Besucherin aus Werdau

Dieses Gedicht wurde uns von einer Besucherin, welche zu einer Wandergruppe aus Werdau gehörte, 2011 zugesandt.

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Es war nicht ganz einfach zu organisieren,
zu viele Kilometer bergauf und bergab führen,
wie und wo werden wir Mittagessen?
Eierbeschau nicht zu vergessen!

Die Osterbrunnen und Bäume und Wiesen
und Kaffee und Kuchen noch zu genießen!
Die Zeit dazu knapp, Kilometer zu viel!
Wie heißt es so schön: „Der Weg war das Ziel“

Erika war gehandicapt, Marianne nicht minder!
Doch wer ist am Mittwoch denn der Pfadfinder?
Die Aufgaben verteilte Erika, als Chef.
So war er gerettet, der Osterpfadtreff!

8 Uhr 45 kam „Harty“, das weiß ich.
Am Gedächtnisplatz trafen sich 37.
Nach Niederalbertsdorf fuhr uns der Bus.
10 Jahre Osterbrunnen – ein Kunstgenuss!

Wir verewigten uns noch auf einem Ei,
sind jetzt am „Besucherbaum“ mit dabei.
Nach Wolfersdorf ging nun weiter die Tour
auf dem „Osterpfad“ – entlang führte uns die Spur.

Die Frauen, die hier liebevoll gewaltet,
haben Vieles wieder ganz anders gestaltet:
Mosaiken geklebt, Eier mit Gewürzen,
Eier, wie „Blaudruck“ auf Röcken und Schürzen!

Wir steuerten als nächstes Albersdorf an.
Die Besichtigung der kleinen Wehrkirche war dran.
Die „romanische Kirche“ diente auch zum Trutz.
Heute steht sie unter Denkmalschutz.
Cirka ´ne Stunde hatten wir hier Zeit.
Zur Freizeitanlage war es nicht so weit.
Eine Bungalowsiedlung am Elsterstausee
Ragt rechtsseitig vom See hinauf in die Höh.

Am Ende des Sees geht’s tief runter ins Tal,
wer nach Berga will, wagt die Stufen schon mal.
Ganz pünktlich waren wieder alle im Bus.
Pünktlichkeit war in Waltersdorf ein Muss.

Der kleine Hofladen lud zum Kaufen ein.
Auf dem Spinnboden musste auch jeder mal sein.
Viel schöne Ideen wurden hier umgesetzt,
gefilzt, geklöppelt, gemalt – es hat gefetzt.

Viel Schönes erfreute Augen und Herzen,
getöpferte Sachen und schöne Kerzen.
´Ne Waschküche, Heuboden mit viel alten Dingen,
konnte bei manchem Erinnerung bringen.

Für jeden gab es zum Mittagstisch
nicht nur Mutsbraten oder Fisch.
Ein Häschengeschenk, liebevoll dekoriert,
hat zum Weiterwandern uns animiert.

13 Uhr 40 wanderten wir los
nach Berga, die Strecke nicht all zu groß.
Auf dem Elsterradweg ging es über Eula,
so waren wir rechtzeitig da,

besichtigten am Markt Osterbrunnen, Rathaus
und ruhten mal 10 Minuten aus.
Zur nächsten Ausstellung sind wir gestartet
und wurden zum Kaffeetrinken erwartet.

Auch hier gab es Seltenes zu seh´n
Themen und Techniken – einzig und schön,
ein Jahreswetterkalender am Haus
der Osterbrunnen sah auch ganz toll aus.

Bohrtechnik, Wachstechnik und Stickerei,
auch Geklöppeltes war an Kunst mit dabei.
Gut schmeckten Kaffee, hausbackener Kuchen.
Dann konnten wir uns mit Gesang versuchen.

Frau Wiese spielte Akkordeon.
Die meisten kannten die Lieder schon.
Auch hat manch einer sich mit manchem gekannt.
Das war nebenbei auch ganz interessant

Die christliche Ostergeschichte

Das Osterfest

Weil Ostern das größte Fest der Christenheit ist, ist die Vorbereitungszeit besonders lang. Es ist die Fastenzeit.
Sie beginnt am Aschermittwoch und endet 40 Tage später am Karfreitag. Die letzte Woche vor Ostern ist die Karwoche, oder die heilige Woche. Sie beginnt mit dem Palmsonntag. Wir erinnern uns an den feierlichen Einzug Jesu in Jerusalem und feiern den Tag in der Kirche mit einer Palmprozession. Am Gründonnerstag gedenken wir des letzten Abendmales, was Jesus mit seinen Jüngern gefeiert hat. Er segnete Wein und Brot und versuchte den Jüngern seinen baldigen Tod zu erklären. Noch einmal sprach er zu ihnen von der Liebe seines Vaters und dem Bund, den Gott mit den Menschen geschlossen hat. Da ging Judas, einer seiner Jünger hinaus und verriet seinen Herrn an seine Feinde.
Jesus wird festgenommen und wegen Gotteslästerung zum Tode verurteilt. Der römische Stadthalter sprach das Urteil und ließ ihn kreuzigen.
Der Karfreitag ist der Todestag Jesu. Nach seinem Tode legten die Jünger den Leichnam in ein Felsengrab.
Der Karsamstag ist der Ruhetag zwischen Tod und Auferstehung. Maria und Magdalena, Maria die Mutter des Jakobus und Salome kauften
wohlriechende Öle, um damit zu Grabe zu gehen und um Jesus zu salben. Am Grabe angekommen sahen sie, dass der Stein schon beiseite geschoben war. Sie gingen in das Grab hinein und sahen auf der rechten Seite einen jungen Mann
im weißen Gewand sitzen.
Er sagte: " Erschreckt nicht"! Ihr sucht Jesus von Nazaret. Er ist auferstanden. Geht hin zu den Jüngern und berichtet, dass er ihnen auf den Weg nach Galiläa voraus geht. Die Frauen kehrten um und liefen so schnell sie konnten zurück nach Jerusalem. Da kam ihnen einer entgegen. Er sagt: " Seid gegrüßt". Sie bleiben wie angewurzelt stehen, starrten ihn an und knieten nieder. Sie wussten, wer er war.
Am Ostersonntag feiern wir die Auferstehung Christi, das Licht der Welt, der von den Toten auferstanden ist.

Die Ostergeschichte ist seit 2013 auf 9 Straußeneiern malerisch dargestellt und kann in der Bergaer Kirche St. Erhardt besichtigt werden.